Manfred Mittelstaedt, der sich als Mitglied des örtlichen Kultur- und Heimatvereines seit Jahrzehnten mit der Kulturhistorie seiner Region befasst, illustriert in diesem Bildband Quedlinburgs öffentlichen Stadtraum als die für seine Bewohner größte und bedeutendste "selbstschöpferische kulturelle Einrichtung". Er zeigt das alltägliche und festliche Leben anhand von einzigartigen und bisher größtenteils unveröffentlichten Geschichtsquellen und Fotografien aus dem Zeitraum 1872 bis 1972. Der Betrachter spaziert durch die Gässchen und über die festlichen Plätze Quedlinburgs, taucht in die unverwechselbare historische Atmosphäre ein, begegnet den Menschen und ihren überall sichtbaren materiellen und geistigen Leistungen.


Eine überraschende Wochenendreise zu zweit, die des öfteren an Tucholskys "Rheinsberg" erinnert, entwickelt sich zum vergnüglichen zeit- und kulturgeschichtlichen Ausflug in die alte Heimatstadt des bekannten Rundfunk-Journalisten, Quedlinburg. Erinnerungen an Kindheit, Kriegs- und Nachkriegszeit werden lebendig; Auswüchse des gescheiterten Sozialismus finden ebenso Erwähnung wie der wiederaufgetauchte Domschatz. Wendt schwärmt von der malerischen Landschaft und den historischen Bauwerken. Er rühmt das mittelalterliche Flair und die einmaligen Schönheiten der Harzstadt. Bei der Lektüre dieser unterhaltsam-lehrreichen Geschichte wird der Leser geradezu zwanghaft von der Lust auf eine Entdeckungsreise nach Quedlinburg gepackt.


Das verschlafene Landstädtchen Denison im äußersten Norden von Texas hätte außer seinen 23 884 Einwohnern nicht viel zu vermelden, wäre da nicht ein großer Sohn der Stadt: Dwight D. Eisenhower wurde dort 1890 geboren, Amerikas gefeierter Weltkrieg-II-Sieger und späterer Präsident der Vereinigten Staaten von bislang unerreichter Popularität.

An der breiten Main Street, gegenüber dem Schnellimbiß, der Sandwiches für 99 Cent anbietet und damit unterstreicht, daß der gute alte Dollar hier im Herzen Amerikas noch was wert ist, macht die Filiale der First National Bank von Whitewright als doppelstöckiger Gelbklinkerbau schon was her. Und genau dort tat sich am 20. Juni 1990 etwas in den Annalen der Stadt Denison und des Grayson County Unerhörtes.

Kurz vor Schalterschluß entstiegen an diesem heißen Sommertag Gruppen von Fremden klotzigen Straßenkreuzern, Country-Jeeps sowie einem weißen BMW, die auffällig unauffällig in Nebenstraßen parkten. Zunächst drei großgewachsene Herren in dunklen Anzügen, deren Jacketts sich beulten, die hinter dunklen Sonnenbrillen wachsam die Umgebung musterten. Dann ein paar Männer in dezentem Nadelstreif und Krawatte mit Aktenköfferchen, die sich sogleich in zwei Gruppen trennten.


Sie zählt zu den schönsten Städten Deutschlands und wurde 1994 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Sie ist wirkliches Zentrum und Ziel zahlreicher Besucher: Quedlinburg,nahe dem Harz gelegen, einst "Hauptstadt des ostfränkischen Reiches" und von Bernd von Droste zu Hülshoff zur "Perle im Herzen Europas" erkoren.
Die Stadt ist jedoch vor allem ein Erlebnis in Architektur - der Stadtkern birgt allein über 1300 Fachwerkhäuser (erbaut in einem Zeitraum von gut 600 Jahren) und ist damit als 'offenes Buch der Geschichte des niedersächsischen Fachwerkbaus' anzusehen. Burgberg, Stiftskirche, Markt, Rathaus, St. Wipertii mit Krypta, Münzenberg, Ständerbau und Schloss sind u.a. weitere Sehenswürdigkeiten, die Quedlinburg als Ort mit lebendig gebliebener Geschichte zeigen.